Die Idee hinter kwer

Ursprung: Wie die Idee für kwer entstand
Die Idee scheint offensichtlich: Produkte sollten so gestaltet sein, dass sie für möglichst viele Menschen zugänglich und nutzbar sind. Doch inklusives und universelles Design ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. Oft braucht es persönliche Berührungspunkte, um das zu erkennen. Genau darin liegt auch der Ursprung der Idee hinter kwer.

Während meines Studiums zur Produktdesignerin arbeitete ich als persönliche Assistenz für meinen Freund Mike. Dabei wurde mir bewusst, dass viele Alltagsprodukte nicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit motorischen Behinderungen ausgelegt sind. Besonders Geschirr und Besteck können dadurch die Selbstständigkeit im Alltag einschränken. Also begannen wir gemeinsam, nach besseren und inklusiveren Lösungen zu suchen.

Mike isst aufgrund seiner körperlichen Behinderung mit einer Hand. Eine Esshilfe zu finden, die sowohl funktionale als auch ästhetische Ansprüche erfüllt, war für ihn nahezu unmöglich. Die erste Idee war deshalb einfach: funktionales Geschirr, das nicht nach Hilfsmittel aussieht, sondern nach gutem Design. Ein Teller, den man nicht nur für sich selbst auswählt, sondern auch Gästen gerne auftischt. Einer, aus dem alle am Tisch gerne essen.

Wo wir heute stehen
Aus dieser ersten Idee ist in den letzten Jahren deutlich mehr geworden als ein einzelner Teller. Im Austausch mit Menschen mit Behinderungen, Angehörigen, Fachpersonen aus der Pflege und der Gastronomie wurde schnell klar: Der Bedarf an funktionalem und inklusivem Geschirr geht weit über ein persönliches Bedürfnis hinaus.

Viele Rückmeldungen zeichneten ein ähnliches Bild. Manche Menschen suchen seit Jahren nach funktionalem und ästhetischem Geschirr, das ihren Bedürfnissen entspricht. Andere lassen individuelle Lösungen anfertigen, weil sie im bestehenden Angebot nicht fündig werden. Dabei zeigte sich immer wieder, wie wichtig Selbstständigkeit im Alltag ist und welche Rolle gut gestaltete Alltagsprodukte dabei spielen.

Heute steht kwer deshalb nicht nur für ein Tellerset, sondern für einen erweiterten Anspruch. Produkte zu entwickeln, die Zugänglichkeit schaffen, ohne auf den ästhetischen Anspruch zu verzichten. Und das erreichen wir bloss, indem wir gemeinsam gestalten.

Unsere Vision
kwer ist aus einer Produktidee entstanden, lässt sich heute aber vielmehr als Marke verstehen. Im Zentrum steht nicht nur funktionales Geschirr, sondern eine Haltung: die Überzeugung, dass Universal Design im Alltag Menschen verbinden und Barrieren abbauen kann. Was Universal Design für uns bedeutet und wie wir diesen Ansatz bei kwer umsetzen, erfährst du in unserem Blogbeitrag über Universal Design. Produkte sollten so gestaltet sein, dass sie möglichst vielen Menschen eine selbstständige und selbstverständliche Nutzung ermöglichen.

Die Vision von kwer lässt sich vielleicht am einfachsten an einem Tisch beschreiben. Ein Tisch, an dem nicht sichtbar wird, wer ein Produkt aus funktionalen Gründen nutzt und wer nicht. Ein Tisch, an dem gutes Design nicht trennt, sondern verbindet.

kwer steht noch am Anfang. Wenn du unseren Weg weiterverfolgen möchtest, abonniere unseren Newsletter. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie Selbstständigkeit und gutes Design selbstverständlicher zusammenfinden können.

 
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